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Was ist Kunsttherapie?
Kunsttherapie ist ein Überbegriff und beinhaltet alle Therapieformen, die mit kreativen Mitteln
arbeiten: Gestaltungs- und Maltherapie, Musiktherapie, Tanz- und Bewegungstherapie, Sprach-
und Dramatherapie, Theatertherapie und weiteres mehr. In der Kunsttherapie arbeiten KlientInnen
aktiv handelnd. KunsttherapeutInnen begleiten die KlientInnen in ihren persönlichen und
gestalterischen Entwicklungsprozessen wertungsfrei und einfühlsam. Bilder, Musik, Tanz, Dichtung
und Theaterarbeit berühren die menschliche Seele direkt und bringen gestaute Energien und
Potentiale in Fluss. Sie fördern die Sinneswahrnehmung im Umgang mit den Mitmenschen, sowie
die Wahrnehmung von inneren Vorgängen und schwer fassbaren Gefühlen. Die Kunsttherapie
stärkt Ressourcen, unterstützt Wachstumsprozesse, aktiviert die Selbstheilungskräfte, unterstützt
die Entwicklung von Selbstwert, Autonomie, Entscheidungsfähigkeit, Handlungs- und Sozialkompetenz.
Sie ermöglicht den Klient-Innen einen bild- und körperhaften Umgang mit Problemen und fördert
kreative Problemlösungsstrategien.
Die KunsttherapeutInnen verstehen den Menschen als ganzheitlich und entwicklungsfähig.
Sie berücksichtigen das soziale, gesellschaftliche und familiäre Umfeld ihrer Klientin. Sie bauen eine
tragfähige Beziehung zu ihrem Klientel auf und treffen mit ihm Vereinbarungen über therapeutische Ziele.
Entsprechend wählen sie die künstlerischen und therapeutischen Mittel und setzen diese ein.
Die Therapien sind prozess- und lösungsorientiert.
Eidgenössische Anerkennung der Kunsttherapie
Seit dem 18.03.2011 ist die eidgenössische Höhere Fachprüfung für Kunsttherapie durch das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie, BBT in Kraft gesetzt.
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